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Tipps
zur Trainersuche
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Welpengruppen
Fast jeder Welpenbesitzer möchte heute mit seinem jungen Hund
eine Welpengruppe besuchen, um seinem Welpen Kontakt zu gleichaltrigen
Artgenossen und gemeinsames Erkunden von Umweltreizen zu ermöglichen.
Bei der Auswahl einer geeigneten Welpengruppe gibt es jedoch
einiges zu beachten:
- Das biologische UND psychische Alter der Welpen sollte harmonieren.
Es ist nicht sinnvoll, in der selben Gruppe z.B. einen Bernhardinerwelpen
mit einem Border Colliewelpen spielen zu lassen, da beider psychische
Reife auch bei Gleichaltrigkeit zu stark differiert.
- Die Größe und das Alter der Welpen sollten harmonieren.
Maximal 2 – 3 Wochen Altersunterschied sind noch im "grünen
Bereich". Auch macht es keinen Sinn, einen Yorkshire Terrier
mit einer gleichaltrigen Dogge zu vergesellschaften, da hierbei
die Verletzungsgefahr erheblich steigt.
- Kommandos haben in einer guten Welpengruppe nichts zu suchen!
Es handelt sich schließlich um eine Welpenspielgruppe, nicht
um Welpenfrüherziehung! Kommandos sollten – wie auch
bei erwachsenen Hunden – in möglichst ablenkungsfreier
Umgebung in kurzen Einzelunterrichtseinheiten aufgebaut
werden.
- Die Gruppengröße sollte 6 bis 8 Welpen nicht übersteigen.
Mehr kann ein einzelner Trainer einfach nicht sorgfältig
und sicher betreuen. Sinnvoll ist die Anwesenheit eines oder zweier
sozialsicherer, erwachsener Hunde, um eventuelle
Streitereien oder Mobbing zu schlichten.
- Die Dauer einer Welpen(spiel-)gruppe sollte 1 Stunde nicht übersteigen,
um Überreizung, Stress und Überforderung der Welpen
zu vermeiden.
- "Das machen die schon unter sich aus..."
ist der Satz, der Sie veranlassen sollte, sich umgehend eine andere
Welpengruppe zu suchen! Junge Hunde sind nicht in der Lage, die
Konsequenzen ihres Tuns abzuschätzen und benötigen –
wie Kinder – Hilfestellung bei der Entwicklung sozial sicheren
Verhaltens.
BUCHTIPP:
WELPEN – Anschaffung, Erziehung und Pflege;
C.v.Reinhardt, animal learn Verlag 2007,
€ 19,90 erhältlich bei
Toms' Futterhütte
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Brustgeschirr
statt Halsband
Leider hört man dazu immer noch vorgefasste Meinungen wie
z.B.:
"Mit Brustgeschirr zieht der Hund doch erst richtig an der
Leine" oder auch: "Mit einem Brustgeschirr kann ich einem
Hund doch nichts beibringen" In manchen Hundeschulen ist das
Tragen eines Brustgeschirrs gar nicht erst erlaubt. Diese Auffassungen
beruhen immer noch auf der irrigen Annahme, man könne einen
Hund nur mit Hilfe des Leinenrucks am Hals erziehen. Die moderne
Hundeerziehung kommt allerdings schon lange und auch sehr gut ohne
das veraltete Hilfsmittel Leinenruck aus! Es gibt zahlreiche Gründe,
auf die Benutzung von Halsbändern, insbesondere von schmalen
Halsbändern, Kettenhalsbändern oder sogar Stachelhalsbändern
zu verzichten:
- Ein gut sitzendes Brustgeschirr schont die Halswirbelsäule
Ihres Hundes. Sie sollten sich verdeutlichen, dass die Wirbelsäule
eines Hundes genauso aufgebaut ist wie die menschliche Wirbelsäule.
Wird im Training mit z.B. einem Kettenhalsband und mit Leinenruck
gearbeitet, kann es passieren, dass der vom Halsband ausgehende
Druck genau zwischen 2 Wirbeln abgefangen wird, was je nach Stärke
der Einwirkung sogar zu Bandscheibenverschiebungen führen
kann. Viele Halswirbelsäulen-Erkrankungen bei Hunden haben
hier ihren Ursprung.

Stellen Sie sich bitte vor Sie trügen ein Halsband
und jemand würde von hinten kräftig daran rucken! Keine
angenehme Vorstellung, oder?
- Kehlkopf und Halsmuskulatur bleiben durch das Tragen eines Brustgeschirrs
ebenfalls unbelastet. Das Tragen eines Halsbandes dagegen belastet
beides sehr stark. Durch den Zug des Halsbandes werden sowohl
der Kehlkopf, als auch die oberen Atemwege beeinträchtigt,
Kehlkopfquetschungen sind leider gar nicht so selten. Die einzige
Möglichkeit für den Hund Kehlkopf und Atemwege freizuhalten
besteht darin, die Halsmuskulatur stark anzuspannen und so das
Halsband durch die Muskulatur von diesen Organen fernzuhalten.
Klinische Studien haben ergeben, dass die dadurch entstehenden
Verspannungen in der Halswirbelsäule zu der gleichen Symptomatik
wie beim Menschen führen: Kopfschmerz, Schwindelgefühl,
Schmerzen in der Wirbelsäule oder ähnliches. Im Gegensatz
zu uns kann der Hund sich jedoch nicht mitteilen, er kann uns
nicht sagen: "Heute ist mir schwindelig und ich habe Kopfweh".
Dieses beständige Unwohlsein und die andauernden Schmerzen
sind oftmals der Grund für aggressives Verhalten.
- Der Hals als soziales Organ des Hundes sollte vor unnötigen
Einwirkungen geschützt werden. Der Hals spielt in der taktilen
Kommunikation der Hunde eine wesentliche Rolle: Berührungen
an der Oberseite des Halses drücken in der Hundesprache Dominanz
aus. Berührungen an der Unterseite des Halses dagegen Subdominanz/Unterwerfung.
Die Seitenpartien des Halses sind nur ganz guten Freunden vorbehalten
(Pflegeverhalten). Der Hals ist auch bei uns Menschen eine sehr
empfindliche Körperpartie und Berührungen am Hals sind
etwas sehr intimes. Denken Sie nur an den Ausspruch: "Bleib
mir bloß vom Hals". Trägt der Hund ein Halsband,
so stumpft die Empfindsamkeit für diese Signale ab, da der
Hund praktisch ständig irgendwo am Hals Impulse erhält.
Vielleicht erklärt dies auch die oftmals entsetzte Reaktion
eines Welpen, der zum ersten mal ein Halsband umgelegt bekommt.
- Den meist sehr unangenehmen Auswirkungen durch das Tragen eines
Halsbandes versucht der Hund sich oftmals zu entziehen. Wodurch
versucht er das? Durch Flucht nach vorn und so entsteht das Ziehen
an der Leine. Viele Menschen versuchen nun dem Hund durch Leinenruck
dieses Ziehen abzugewöhnen. Der unangenehme Leinenruck wird
vom Hund, da er einen Impuls an der Halsunterseite bekommt, als
plötzlicher Angriff angesehen und löst so eine erneute
Fluchtreaktion aus. Häufig gibt es aus diesem Kreislauf kein
Entkommen mehr. Durch das Tragen eines Brustgeschirrs wird dieser
unangenehme Druck vom Hals des Hundes genommen. Bei ca. 20% der
Fälle gibt sich das Ziehen durch das Tragen eines Brustgeschirrs
von ganz allein, mit dem entsprechenden Programm zur Leinenführigkeit
ist dem Hund das Ziehen an der Leine auch ohne Leinenruck abzugewöhnen.
- Das Tragen eines Brustgeschirrs birgt noch weitere Vorteile.
Durch den auf dem Rücken liegenden Steg können Sie den
Hund viel besser und schneller festhalten. Dieser Griff ist, besonders
bei langhaarigen Hunden viel besser zu erreichen als ein Halsband
das irgendwo im dichten Fell liegt. Für den Hund ist das
Halten am Rückensteg ebenfalls viel angenehmer. Verletzungen
an der Hand des Hundehalters durch einen sich im Halsband windenden
Hund werden vermieden.
Beim Kauf und Anpassen eines Brustgeschirrs sollten folgende
Dinge beachtet werden:
- Es sollte aus weichem, leichten Material sein, das sich dem
Körper anschmiegt. Das Material und auch die Vernähungen
dürfen nicht einschneiden. Nylongeschirre haben sich besser
bewährt als Ledergeschirre.
- Das Material sollte waschbar sein
- Die Verschlüsse sollten haltbar, strapazierfähig
und der Körperform angepasst sein (abgerundet)
- Der Rückensteg sollte fest vernäht sein, damit er
beim Laufen nicht hin und her rutscht.
- Das Geschirr sollte von 2 Seiten zu öffnen sein, damit
der Hund nicht mit der Pfote "einsteigen" muss. Dies
kann bei Verletzungen oder für alte Hunde zum Problem werden.
- Der Rücken- und der Bauchsteg sollten lang genug gearbeitet
sein. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die Verstellbarkeit
des Bauchsteges. Ist er zu kurz, kommen die Seitenteile zu nah
hinter den Ellbogen hoch und können dort scheuern. Optimal
sitzt das Geschirr, wenn zwischen Ellbogen und Seitenteilen etwa
eine Handbreit Platz ist, bei Welpen etwa 2-3 Finger breit.
- Die Breite der Gurte sollte dem Gewicht des Hundes angepasst
sein.
- Manche Hunde, die das Tragen eines Brustgeschirrs noch nicht
gewohnt sind, knabbern gern an den Stoffgurten herum. Deshalb
den Hund besonders in der Gewöhungsphase nicht mit dem angelegten
Geschirr allein lassen und es immer nur unmittelbar vor dem Spaziergang
anlegen und sofort nach Beendigung des Spazierganges wider abnehmen.
Als Halterin von mehreren großen Hunden (darunter auch Rottweiler)
habe ich durchweg gute Erfahrungen mit Brustgeschirren gemacht und
auch in meiner täglichen Praxis als Hundetrainerin hat es sich
bewährt. Ich hoffe durch meine Ausführungen einige Hundehalter
zum Nachdenken angeregt zu haben und freue mich über jeden
Einzelnen, der vom Halsband auf das Brustgeschirr umsteigt.
Hochwertige Brustgeschirre des Firma together erhalten
Sie bei TOMs
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 Dominanz
Dominanz,
Rangordnung und Rudelführer sind Begriffe, die auch heute noch
die Beurteilung hundlichen Verhaltens und die Hundeerziehung prägen
und beeinflussen. Leider werden hier bis heute biologische Fakten
und aktuelle verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse aus den Bereichen
der Wolfs- und Hundeforschung vernachlässigt oder durcheinandergebracht.
So ist z.B. Dominanz keine Eigenschaft wie "blauäugig"
oder "rothaarig", sondern ein zeit- und situiationsbezogener
Vorgang zwischen zwei oder mehreren Individuen.
Mehr zu diesem vieldiskutierten
Thema finden Sie in den Büchern:
Dominanz – Tatsache oder fixe Idee? / Barry Eaton
und
Die Dominanztheorie bei Hunden / James O'Heare
die Sie beide über TOMs
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beziehen können.
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 Beschwichtigungssignale
Wie ihre Vorfahren, die Wölfe, leben Hunde
in hierarchisch strukturierten Familienverbänden, die über
ein fein abgestuftes Kommunikationssystem zur gegenseitigen Verständigung
verfügen. Ihr Sozialverhalten ist zu einem wesentlichen Teil
bestimmt durch Strategien zur Konfliktvermeidung innerhalb des Rudels.
Forschungen beschreiben bestimmte Merkmale ihrer Körpersprache
als "cut off signals". Sie dienen dazu, Aggressionen zu
stoppen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen.
Ein Beispiel: Sie rufen Ihren Hund mit ärgerlicher
Stimme und Körperhaltung, denn es ist schon das dritte Mal.
Nun endlich kommt er – ganz langsam, als hätte er Kaugummi
unter den Pfoten, in einem Bogen und am Boden schnüffelnd.
Sie denken, Ihr Hund will Ihnen "eins auswischen" oder
"weiß genau, dass er ungehorsam war"?
Falsch gedacht – Ihr Hund reagiert auf Ihre angespannte
Körperhaltung und ärgerliche Stimme und versucht nun,
Sie zu beruhigen und zu beschwichtigen, um Aggressionen von Ihrer
Seite aus zu verhindern.
Turid Rugaas, eine der weltweit angesehensten Hundetrainerinnen,
hat über zwanzig Jahre diese Phänomene bei Hunden beobachtet
und mit dem Begriff der "Beschwichtigungssignale" einer
breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
In ihren Vorträgen und Veröffentlichungen erklärt
sie, warum, wann und wie Beschwichtigungssignale von Hunden eingesetzt
werden. Ebenso beschreibt sie, wie wir Menschen diese Signale erkennen,
deuten und sogar selbst einsetzen können. So wird es jedem
möglich, zu einem besseren Verständnis seines eigenen,
aber auch fremder Hunde zu gelangen.
Calming Signals - die Beschwichtigungssignale der Hunde
ist als Buch und als Video auf deutsch erhältlich. Diese und
weitere Veröffentlichungen des animal learn Verlags erhalten
Sie
bei TOMs
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