H U N D E I N F O S

 
... über Hunde

Hunde leben schon seit ca. 15.000 Jahren an der Seite des Menschen und sind somit die ersten domestizierten Haustiere - noch vor den Ziegen und Schafen. Es wurde viel gerätselt, warum sich denn gerade die Wölfe - denn sie sind die direkten Vorfahren unserer heutigen Haushunde - dem Menschen so stark angeschlossen haben und bis heute kann darauf keine konkrete Antwort gegeben werden. Ein Grund für das so enge Verhältnis zwischen Mensch und Hund ist sicher die Ähnlichkeit in der sozialen Organisation, die sowohl eine Menschenfamilie wie auch ein Wolfs- oder Hunderudel miteinander verbindet. So ist der Mensch der einzige ausserartliche Sozialpartner des Hundes geworden.

In einem Wolfsrudel geht es in erster Linie darum, das Überleben der Gruppe zu sichern. Die gemeinsame Jagd und die Sorge für die Nachkommen bestimmt den Tageslauf. Ein einzelner Wolf wäre nicht in der Lage, grosse Beutetiere zu reissen und Welpen aufzuziehen - dies kann nur in der Gemeinschaft geschehen. Um dauerhaft eine stabile Gemeinschaft bilden zu können, haben Wölfe ein ausserordentlich komplexes Sozialverhalten entwickelt. Körperliche Auseinanderstetzungen und Kämpfe werden nach Möglichkeit vermieden, denn ein verletztes oder gar totes Rudelmitglied fällt für die Jagd und die Aufzucht der Jungen aus und schadet damit dem Fortbestand der Gruppe.

Auch unsere Haushunde haben sich dieses fein abgestimmte Sozialverhaltenverhalten bewahrt. Mit ihrer Körpersprache signalisieren sie anderen Hunden - und auch Menschen - ihre friedlichen Absichten. Während Hunde diese Signale meist verstehen und entsprechend darauf reagieren, tun sich viele Menschen schwer, die "Sprache" der Hunde zu deuten und zu erwidern. Sie unterbrechen häufig sogar die ganz natürliche Kommunikaton zwischen Hunden und verursachen so erst Missverständnisse und aggressive Auseinandersetzungen.


B U C H E M P F E H L U N G

Hunde
Ray & Lorna Coppinger

Die Biologen, Züchter, Trainer und erfolgreichen Schlittenhundeführer Ray und Lorna Coppinger blicken auf mehr als vier Jahrzehnte Erfahrung mit Hunden zurück. Am Beispiel von acht verschiedenen Hundetypen – nämlich Familienhund, Dorfhund, Herdenschutzhund, Hütehund, Schlittenhund, Vorstehhund, Apportierhund und Spürhund – geben sie einen wissenschaftlich fundierten Einblick in das Leben der Hunde und ihre Beziehung zum Menschen.

Dieses und weitere Bücher des animal learn Verlags erhalten Sie bei TOMs FUTTERHÜTTE




Tipps zur Trainersuche

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Welpengruppen

Fast jeder Welpenbesitzer möchte heute mit seinem jungen Hund eine Welpengruppe besuchen, um seinem Welpen Kontakt zu gleichaltrigen Artgenossen und gemeinsames Erkunden von Umweltreizen zu ermöglichen.

Bei der Auswahl einer geeigneten Welpengruppe gibt es jedoch einiges zu beachten:

  1. Das biologische UND psychische Alter der Welpen sollte harmonieren. Es ist nicht sinnvoll, in der selben Gruppe z.B. einen Bernhardinerwelpen mit einem Border Colliewelpen spielen zu lassen, da beider psychische Reife auch bei Gleichaltrigkeit zu stark differiert.
  2. Die Größe und das Alter der Welpen sollten harmonieren. Maximal 2 – 3 Wochen Altersunterschied sind noch im "grünen Bereich". Auch macht es keinen Sinn, einen Yorkshire Terrier mit einer gleichaltrigen Dogge zu vergesellschaften, da hierbei die Verletzungsgefahr erheblich steigt.
  3. Kommandos haben in einer guten Welpengruppe nichts zu suchen! Es handelt sich schließlich um eine Welpenspielgruppe, nicht um Welpenfrüherziehung! Kommandos sollten – wie auch bei erwachsenen Hunden – in möglichst ablenkungsfreier Umgebung in kurzen Einzelunterrichtseinheiten aufgebaut werden.
  4. Die Gruppengröße sollte 6 bis 8 Welpen nicht übersteigen. Mehr kann ein einzelner Trainer einfach nicht sorgfältig und sicher betreuen. Sinnvoll ist die Anwesenheit eines oder zweier sozialsicherer, erwachsener Hunde, um eventuelle Streitereien oder Mobbing zu schlichten.
  5. Die Dauer einer Welpen(spiel-)gruppe sollte 1 Stunde nicht übersteigen, um Überreizung, Stress und Überforderung der Welpen zu vermeiden.
  6. "Das machen die schon unter sich aus..." ist der Satz, der Sie veranlassen sollte, sich umgehend eine andere Welpengruppe zu suchen! Junge Hunde sind nicht in der Lage, die Konsequenzen ihres Tuns abzuschätzen und benötigen – wie Kinder – Hilfestellung bei der Entwicklung sozial sicheren Verhaltens.

BUCHTIPP: WELPEN – Anschaffung, Erziehung und Pflege;
C.v.Reinhardt, animal learn Verlag 2007,
€ 19,90 erhältlich bei Toms' Futterhütte

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Brustgeschirr statt Halsband

Leider hört man dazu immer noch vorgefasste Meinungen wie z.B.:
"Mit Brustgeschirr zieht der Hund doch erst richtig an der Leine" oder auch: "Mit einem Brustgeschirr kann ich einem Hund doch nichts beibringen" In manchen Hundeschulen ist das Tragen eines Brustgeschirrs gar nicht erst erlaubt. Diese Auffassungen beruhen immer noch auf der irrigen Annahme, man könne einen Hund nur mit Hilfe des Leinenrucks am Hals erziehen. Die moderne Hundeerziehung kommt allerdings schon lange und auch sehr gut ohne das veraltete Hilfsmittel Leinenruck aus! Es gibt zahlreiche Gründe, auf die Benutzung von Halsbändern, insbesondere von schmalen Halsbändern, Kettenhalsbändern oder sogar Stachelhalsbändern zu verzichten:

  1. Ein gut sitzendes Brustgeschirr schont die Halswirbelsäule Ihres Hundes. Sie sollten sich verdeutlichen, dass die Wirbelsäule eines Hundes genauso aufgebaut ist wie die menschliche Wirbelsäule. Wird im Training mit z.B. einem Kettenhalsband und mit Leinenruck gearbeitet, kann es passieren, dass der vom Halsband ausgehende Druck genau zwischen 2 Wirbeln abgefangen wird, was je nach Stärke der Einwirkung sogar zu Bandscheibenverschiebungen führen kann. Viele Halswirbelsäulen-Erkrankungen bei Hunden haben hier ihren Ursprung.

    Stellen Sie sich bitte vor Sie trügen ein Halsband und jemand würde von hinten kräftig daran rucken! Keine angenehme Vorstellung, oder?
  2. Kehlkopf und Halsmuskulatur bleiben durch das Tragen eines Brustgeschirrs ebenfalls unbelastet. Das Tragen eines Halsbandes dagegen belastet beides sehr stark. Durch den Zug des Halsbandes werden sowohl der Kehlkopf, als auch die oberen Atemwege beeinträchtigt, Kehlkopfquetschungen sind leider gar nicht so selten. Die einzige Möglichkeit für den Hund Kehlkopf und Atemwege freizuhalten besteht darin, die Halsmuskulatur stark anzuspannen und so das Halsband durch die Muskulatur von diesen Organen fernzuhalten. Klinische Studien haben ergeben, dass die dadurch entstehenden Verspannungen in der Halswirbelsäule zu der gleichen Symptomatik wie beim Menschen führen: Kopfschmerz, Schwindelgefühl, Schmerzen in der Wirbelsäule oder ähnliches. Im Gegensatz zu uns kann der Hund sich jedoch nicht mitteilen, er kann uns nicht sagen: "Heute ist mir schwindelig und ich habe Kopfweh". Dieses beständige Unwohlsein und die andauernden Schmerzen sind oftmals der Grund für aggressives Verhalten.
  3. Der Hals als soziales Organ des Hundes sollte vor unnötigen Einwirkungen geschützt werden. Der Hals spielt in der taktilen Kommunikation der Hunde eine wesentliche Rolle: Berührungen an der Oberseite des Halses drücken in der Hundesprache Dominanz aus. Berührungen an der Unterseite des Halses dagegen Subdominanz/Unterwerfung. Die Seitenpartien des Halses sind nur ganz guten Freunden vorbehalten (Pflegeverhalten). Der Hals ist auch bei uns Menschen eine sehr empfindliche Körperpartie und Berührungen am Hals sind etwas sehr intimes. Denken Sie nur an den Ausspruch: "Bleib mir bloß vom Hals". Trägt der Hund ein Halsband, so stumpft die Empfindsamkeit für diese Signale ab, da der Hund praktisch ständig irgendwo am Hals Impulse erhält. Vielleicht erklärt dies auch die oftmals entsetzte Reaktion eines Welpen, der zum ersten mal ein Halsband umgelegt bekommt.
  4. Den meist sehr unangenehmen Auswirkungen durch das Tragen eines Halsbandes versucht der Hund sich oftmals zu entziehen. Wodurch versucht er das? Durch Flucht nach vorn und so entsteht das Ziehen an der Leine. Viele Menschen versuchen nun dem Hund durch Leinenruck dieses Ziehen abzugewöhnen. Der unangenehme Leinenruck wird vom Hund, da er einen Impuls an der Halsunterseite bekommt, als plötzlicher Angriff angesehen und löst so eine erneute Fluchtreaktion aus. Häufig gibt es aus diesem Kreislauf kein Entkommen mehr. Durch das Tragen eines Brustgeschirrs wird dieser unangenehme Druck vom Hals des Hundes genommen. Bei ca. 20% der Fälle gibt sich das Ziehen durch das Tragen eines Brustgeschirrs von ganz allein, mit dem entsprechenden Programm zur Leinenführigkeit ist dem Hund das Ziehen an der Leine auch ohne Leinenruck abzugewöhnen.
  5. Das Tragen eines Brustgeschirrs birgt noch weitere Vorteile. Durch den auf dem Rücken liegenden Steg können Sie den Hund viel besser und schneller festhalten. Dieser Griff ist, besonders bei langhaarigen Hunden viel besser zu erreichen als ein Halsband das irgendwo im dichten Fell liegt. Für den Hund ist das Halten am Rückensteg ebenfalls viel angenehmer. Verletzungen an der Hand des Hundehalters durch einen sich im Halsband windenden Hund werden vermieden.

Beim Kauf und Anpassen eines Brustgeschirrs sollten folgende Dinge beachtet werden:

  • Es sollte aus weichem, leichten Material sein, das sich dem Körper anschmiegt. Das Material und auch die Vernähungen dürfen nicht einschneiden. Nylongeschirre haben sich besser bewährt als Ledergeschirre.
  • Das Material sollte waschbar sein
  • Die Verschlüsse sollten haltbar, strapazierfähig und der Körperform angepasst sein (abgerundet)
  • Der Rückensteg sollte fest vernäht sein, damit er beim Laufen nicht hin und her rutscht.
  • Das Geschirr sollte von 2 Seiten zu öffnen sein, damit der Hund nicht mit der Pfote "einsteigen" muss. Dies kann bei Verletzungen oder für alte Hunde zum Problem werden.
  • Der Rücken- und der Bauchsteg sollten lang genug gearbeitet sein. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die Verstellbarkeit des Bauchsteges. Ist er zu kurz, kommen die Seitenteile zu nah hinter den Ellbogen hoch und können dort scheuern. Optimal sitzt das Geschirr, wenn zwischen Ellbogen und Seitenteilen etwa eine Handbreit Platz ist, bei Welpen etwa 2-3 Finger breit.
  • Die Breite der Gurte sollte dem Gewicht des Hundes angepasst sein.
  • Manche Hunde, die das Tragen eines Brustgeschirrs noch nicht gewohnt sind, knabbern gern an den Stoffgurten herum. Deshalb den Hund besonders in der Gewöhungsphase nicht mit dem angelegten Geschirr allein lassen und es immer nur unmittelbar vor dem Spaziergang anlegen und sofort nach Beendigung des Spazierganges wider abnehmen.

Als Halterin von mehreren großen Hunden (darunter auch Rottweiler) habe ich durchweg gute Erfahrungen mit Brustgeschirren gemacht und auch in meiner täglichen Praxis als Hundetrainerin hat es sich bewährt. Ich hoffe durch meine Ausführungen einige Hundehalter zum Nachdenken angeregt zu haben und freue mich über jeden Einzelnen, der vom Halsband auf das Brustgeschirr umsteigt.

Hochwertige Brustgeschirre des Firma together erhalten Sie bei TOMs FUTTERHÜTTE

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Dominanz

Dominanz, Rangordnung und Rudelführer sind Begriffe, die auch heute noch die Beurteilung hundlichen Verhaltens und die Hundeerziehung prägen und beeinflussen. Leider werden hier bis heute biologische Fakten und aktuelle verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse aus den Bereichen der Wolfs- und Hundeforschung vernachlässigt oder durcheinandergebracht. So ist z.B. Dominanz keine Eigenschaft wie "blauäugig" oder "rothaarig", sondern ein zeit- und situiationsbezogener Vorgang zwischen zwei oder mehreren Individuen.

Mehr zu diesem vieldiskutierten Thema finden Sie in den Büchern:
Dominanz – Tatsache oder fixe Idee? / Barry Eaton und
Die Dominanztheorie bei Hunden / James O'Heare
die Sie beide über TOMs FUTTERHÜTTE beziehen können.

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calming signals DVDcalming signals BuchBeschwichtigungssignale

Wie ihre Vorfahren, die Wölfe, leben Hunde in hierarchisch strukturierten Familienverbänden, die über ein fein abgestuftes Kommunikationssystem zur gegenseitigen Verständigung verfügen. Ihr Sozialverhalten ist zu einem wesentlichen Teil bestimmt durch Strategien zur Konfliktvermeidung innerhalb des Rudels. Forschungen beschreiben bestimmte Merkmale ihrer Körpersprache als "cut off signals". Sie dienen dazu, Aggressionen zu stoppen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Ein Beispiel: Sie rufen Ihren Hund mit ärgerlicher Stimme und Körperhaltung, denn es ist schon das dritte Mal. Nun endlich kommt er – ganz langsam, als hätte er Kaugummi unter den Pfoten, in einem Bogen und am Boden schnüffelnd. Sie denken, Ihr Hund will Ihnen "eins auswischen" oder "weiß genau, dass er ungehorsam war"?
Falsch gedacht – Ihr Hund reagiert auf Ihre angespannte Körperhaltung und ärgerliche Stimme und versucht nun, Sie zu beruhigen und zu beschwichtigen, um Aggressionen von Ihrer Seite aus zu verhindern.

Turid Rugaas, eine der weltweit angesehensten Hundetrainerinnen, hat über zwanzig Jahre diese Phänomene bei Hunden beobachtet und mit dem Begriff der "Beschwichtigungssignale" einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
In ihren Vorträgen und Veröffentlichungen erklärt sie, warum, wann und wie Beschwichtigungssignale von Hunden eingesetzt werden. Ebenso beschreibt sie, wie wir Menschen diese Signale erkennen, deuten und sogar selbst einsetzen können. So wird es jedem möglich, zu einem besseren Verständnis seines eigenen, aber auch fremder Hunde zu gelangen.

Calming Signals - die Beschwichtigungssignale der Hunde ist als Buch und als Video auf deutsch erhältlich. Diese und weitere Veröffentlichungen des animal learn Verlags erhalten Sie
bei
TOMs FUTTERHÜTTE

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